Wanderritt Goldener Oktober 2016

Wanderritt Goldener Oktober 2016 - Mit offenen Augen im Sattel

Drei Tage waren wir unterwegs auf Wanderritt über die Alb. Zwei Maultiere und ein Pferd und drei Reiterinnen. Das Wetter zeigte unterschiedliche Gesichter, aber insgesamt war es doch eigentlich ein schönes Goldener Oktober Wochenende. Natürlich waren wir unterwegs mit meinen Tieren www.Albmuli.de

Fotografie vom Sattel aus

Maultierstute Bubble
Maultierstute Bubble, das Fotografinnenmuli
Natürlich habe ich auch fotografiert und zwar hauptsächlich vom Sattel aus. Das bedeutet, daß ich neben dem Reiten auch schnell entscheiden muß, was ich mit der Kamera in den Fokus nehme. Ein ruhiges Händchen ist da von großem Vorteil, wenn auch die Automatikeinstellung "Sportmodus" schon viel hilft, daß die Bilder scharf werden. Inzwischen kenne ich meine Kamera ja schon sehr gut und kann auch  "blind" auf Motive zielen. D.h. ich halte die Kamera so, daß sie mit dem Objektiv in Richtung Motiv zielt und kontrolliere dann erst nach dem Fotografieren, ob es gepasst hat. Vor allem beim Rückwärtsfotografieren ist das die beste Methode. Jedoch sorgen schlechte Lichtverhältnisse und die Bewegung des Pferdes oder Maultieres dabei oft für verwackelte Bilder. Nach vorne fotografieren ist viel effektiver. Natürlich noch besser, wenn man anhält und dann die Kamera auch wirklich ruhig halten kann (dann muß natürlich auch das Reittier ruhig stehen 😉 ). Bei gutem Licht und nach vorne kann ich dann auch in der Zeitautomatik fotografieren und das Motiv vielleicht sogar dur den Sucher anvisieren (allerdings darf dann die Kamera nicht am Kopf anliegen, sonst verwackelt es auch beim Reiten im Schritt). Tolle Motive boten sich auf jeden Fall an diesem Wochenende und einen Teil davon hab ich hier eingefangen. Viel Spaß beim Angucken!

Wanderritt erster Tag - Von Mehrstetten nach Sontheim

Wacholderheide im Herbstdunst
Wacholderheide im Herbstdunst
Bedeckter Himmel und ein frischer Wind begleitet uns den ersten Tag. Der Wald ist noch nicht sehr bunt. Im Wald ist es sogar noch ziemlich grün. Nur an den Waldrändern und auf den Wacholderheiden zeigt sich leichte Herbstfärbung. Unser Weg führt uns vom Stall hinter Mehrstetten hinunter ins Böttental. Immer weiter geht es dann im Tal bis zur Straße nach Gundershofen. Danach reiten wir im Buchtal. Dort picknicken wir bei der Hütte. Weiter hinauf geht es im Buchtal Richtung Ingstetten. Allerdings wählen wir den Weg nördlich von Ingstetten, dicht am ehemaligen Munitionsdepot vorbei. Wir queren die Straße, reiten ein Stück das Eistal hinunter und dann durch den Wald nach Sontheim. Der Regen erwischt uns noch leicht, uns macht es wenig, aber natürlich ist es dann mit dem Fotografieren nichts. Insgesamt kein gutes Fotografierwetter vom Muli aus, aber ein paar Bilder gibt es 😉 Gut versorgt und gebettet waren Mensch und Tier dann im Landhotel Wiesenhof.

Wanderritt zweiter Tag - Von Sontheim nach Dächingen

Herbstbunt
Herbstbunt
Auch der zweite Morgen startet eher grau. Schade auch, daß eine Mitreiterin leider krankheitsbedingt aussteigen muß. Kurzfristig finde ich keinen Ersatz. Das bedeutet, daß wir ein Handtier haben. Zum Glück bietet die Mitreiterin an, daß ich Igor als Handtier nehmen kann und sie Afra, das Muli, reitet. Fotografieren reitend mit Handtier ist dann zwar schwieriger, aber Igor läuft eigentlich ganz gut in allen Gangarten mit. Von Sontheim geht es ins Tiefental hinunter, dann im Eistal auf die Hochfläche zwischen Ingstetten und Justingen. Hinte Justingen picknicken wir. Inzwischen hat sich die Sonne durch Wolken und Nebel gekämpft und der blaue Himmel macht sich breit. Steil geht es auf der Natternhofer Steige hinunter ins Schmiechtal. Dann ein Stück im Tal längs, bevor wir auf der anderen Talseite wieder in einem Tiefental auf die Höhe bei den Lutherischen Bergen reiten.. Durch den Weilersteußlinger Wald führt uns der Weg dann nach Dächingen. Wie auch am ersten Tag treffen wir nur ein, zwei Menschen unterwegs. Die Tiere sind bei der Wanderreitstation Holzmann untergebracht und wir genießen Speis, Trank und Herberberge im Landgasthof Krone. So läßt sich das Leben aushalten 😉

Wanderritt dritter Tag - von Dächingen nach Mehrstetten

Einfach zauberhaft!
Einfach zauberhaft!
Geniales Herbstwetter sagte der Wetterbericht voraus. Doch erst mal hüllt dicker Nebel am Morgen die Landschaft ein. Hat auch seinen Reiz! Heute sind wir wieder zu sechst unterwegs, denn ich habe zum Glück eine spontane Mitreiterin gefunden. Da gibt es dann natürlich mehr Fotos und außerdem kommt ja dann auch noch die Sonne raus 🙂 Wir reiten durch den Dächinger bzw. Dürrheimer Wald Richtung Norden. Schon lange reite ich ja mehrmals im Jahr nach Dächingen, da brauche ich dann keine Karte mehr. Die Wege sind trocken und wir reiten auf vielen unbefestigten Waldwegen. Die Sonne und der Nebel zaubern ein besonders Licht und wieder ist kein Mensch außer uns hier unterwegs. Ein kurzes Stück über den Hudelweg und schon geht es wieder in den Wald. Bald sind wir auf der Grenze zwischen dem Landkreis Alb - Donau und Landkreis Reutlingen unterwegs. Grenzsteine erinnern daran, daß es schon eine alte Grenze ist. Im Heiligental picknicken wir. Hier finden die Tiere am Rand frisches Gras und wir können anschließend die inzwischen kräftige Herbstsonne genießen. Der Wanderritt und der goldene Oktober zeigt sich von der schönsten Seite. Hier treffen wir tatsächlich mal auf Wanderer, die auf dem Weg ins oder aus dem Lautertal sind. Wir reiten weiter Richtung Bremelau, genießen die Weite der Hochfläche dort und wählen den Weg unter der Bundesstraße durch hinunter ins Schandental. An der kleinen Bahnlinie längs säumt auch die Wacholderheide unseren Weg. Das Frontal führt uns dann zurück in die Heimat ins Mehrstetter Kohl. Schön war `s! Und im nächsten Jahr reiten wir wieder die Strecke www.Albmuli.de  

2 Responses

  1. Hallo Julia!
    Du hast wieder tolle Bilder gemacht! Das Wetter war ja genauso super, wie am 24. August – als Du mit uns (Ute, Melanie, Petra u. Nina) unterwegs warst. Gern denken wir an Dich, die Mulis und die herrliche Landschaft zurück. Für uns steht schon fest: WIR KOMMEN WIEDER! Übrigens: Wir warten immer noch sehnsüchtig auf Deine Bilder, die Du von uns während des Ausritts gemacht hast. Sicher hattest Du noch keine Zeit!? Kannst alle an mich schicken, ich verteile sie dann. Bis zum nächsten mal – viele Grüße von uns allen.

    1. Danke für die Blumen!
      Irgendwann kommen die Fotos, aber tatsächlich habe ich gerade vor lauter Unterwegssein noch einen Zeitfresser bei mir im Haus. Dauert also noch ein bißchen mit den Fotos. Aber wie schon gesagt: nicht nachlassen, immer mal wieder nachfragen 😉

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