Frühlingserwachen auf Wiese, Heide und im Wald

Frühlingserwachen - keine Zeit zur Müdigkeit

Die warmen Tage im März haben die Pflanzen auf der Wiese, der Heide und im Wald hervorgelockt. Das Frühlingserwachen ist in diesem Jahr schon früh. Ein bißchen Zeit konnte ich mir zwischendurch nehmen und um den Hof herum auf Entdeckungsreise gehen 🙂 . Da kam das neue Objektiv gerade recht, um auch ein paar Aufnahmen von ganz nah zu machen.  Auch das Wetter war ja die letzten Märztage prima, um ein paar Aufnahmen zu machen.Frühlingsenzian Für die "Frühjahrsmüdigkeit" ist da keine Zeit! Überhaupt finde ich, daß die viel beschworene Frühjahrsmüdigkeit etwas für Indoormenschen ist, denn draußen stehen jetzt alle Zeichen auf Aufbruch, Neuanfang und Wachstum. Wer also von Müdigkeit geplagt ist, sollte sich dringend aufmachen in die Natur und sich anstecken lassen vom Frühlingserwachen! Natürlich kommt mir bei den kurzen Fototouren zugute, daß ich den Frühling ja auch täglich im Sattel der Maultiere und Pferde beobachten kann. So weiß ich dann schon mal die richtigen Stellen, zu denen ich mich dann zu Fuß aufmachen muß. Es ist ganz interessant, zuerst von oben aus dem Sattel heraus die Natur zu beobachten und dann aus ganz anderer Perspektive vom Boden aus.

Unterwegs in Wald und Wacholderheide

Die Bilder sind auf zwei Fotospaziergängen entstanden. Eine Runde ging über die Wiese in den Wald. Auf den Wiesen blüht gerade der Gelbstern, eine kleine Lilienart, und die Traubenhyanzinthe. Die Veilchen sind jetzt sowohl auf Wiesen wie auch im Wald zu finden. Im Wald sind die Blütenpflanzen gerade sehr aktiv, um schnell das Licht auszunutzen, daß noch durch die unbelaubten Bäume auf den Waldboden fällt. Da heißt es schnell sein und viele treiben zuerst die Blüten hervor und dann erst die Blätter. Frühlingserwachen bei den BuschwindroeschenFaszinierend ist es den Buschwindröschen zuzuschauen, wie sie die Blüten immer der Sonne zuwenden und sich bei Nacht "schlafen" legen, d.h. die Blüten schließen sobald das Sonnenlicht fehlt. Sie verwandeln den Boden im Buchenwald in ein Meer aus weißen Sonnenanbetern. Auch die gelbe Buschwindröschen haben sich in diesem Jahr sehr beeilt, die Blüten hervorzubringen. Das Lungenkraut sieht fast wie lila-rosa Schlüsselblumen aus, die gerade ja gelbe Tupfer auf dem Waldboden verteilen. Wie gelbe Sterne leuchten die Blüten des Scharbockskraut, das sich wie die Buschwindröschen nur an sonnigen Tagen öffnet. Das Bingelkraut fällt nur durch sein leuchtendes Grün auf. Auch die Blüten sind grün-gelblich. Versteckt am Waldboden blüht jetzt auch die Haselwurz. Die meisten Menschen kennen nur die glänzenden, runden Blätter, die den Waldboden das ganze Jahr "begrünen". Frühlingserwachen bei den KüchenschellenDie zweite Runde ging über die Wacholderheide. Hier sind es die Küchenschellen, die lila Farbkleckse verteilen und der Frühlingsenzian, der sein leuchtendes Blau in kleinen Pünktchen verteilt. Dazu kommt das Gelb des Frühlingsfingerkrauts und wenn man genau hinguckt die ersten Grasblüten der Erdsegge. Klar, daß auch noch ein paar Augenblicke auf dem Weg eingefangen werden 😉 Da kann ich mich fast nicht mehr bremsen und könnte ewig auf Entdeckungsreise gehen. Viel Spaß wünsche ich Dir auf jeden Fall beim Anschauen der Bilder und Inspirieren-lassen selber das Frühlingserwachen der Natur zu entdecken!  

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